Die tiergestützte Psychotherapie ist ein wissenschaftlich fundiertes Behandlungsverfahren, bei dem speziell ausgebildete Tiere als Co-Therapeuten in den psychotherapeutischen Prozess integriert werden. Als Ergänzung zur klassischen Psychotherapie setzt tiergestützte Psychotherapie besonders dort an, wo rein verbale Kommunikation an Grenzen stößt.
Insbesondere bei depressiven Erkrankungen, Angsterkrankungen, Posttraumatischen Erkrankungen, Trauerfolgestörungen, Aufmerksamkeits-Hyperaktivitäts-Störungen ist wissenschaftlich belegt, dass Tiergestützte Psychotherapie effektiv sein kann.
Mia (Fleur Delacour of the Hillbillies) ist eine im Februar 2026 geborene Australian Shepherd Hündin. Sie wurde von einer langjährig erfahrenen Züchterin aus einem 12er Wurf für diese spezielle Arbeit ausgesucht. Mia arbeitet in meiner Psychotherapiepraxis mit ausgewählten Patienten und wird aber auch für die Arbeit in Hospizen, Onkologischen Stationen, Pflegeheimen und für Wachkomapatienten ausgebildet.
Wirkungsweise und therapeutischer Ansatz
Tiere begegnen Menschen unmittelbar, wertfrei und authentisch. Dies erleichtert es Patienten, emotionale Barrieren abzubauen und Vertrauen zu fassen.
Unter anderen sind vor allem folgende Wirkfaktoren belegt:
Emotionsspiegelung: Tiere reagieren direkt und unverfälscht auf Körpersprache und nonverbale Signale. Dieses unmittelbare Feedback hilft Patienten, die eigene Wirkung und Gefühle besser wahrzunehmen (z.B. wenn sich das Tier dem gedrückt depressiven Menschen zuwendet).
Selbstwirksamkeitserleben: Durch die Interaktion und Zugewandtheit zum Tier erleben sich Patienten als sozial kompetent. Gehemmte Gefühle (z.B. liebevolle Fürsorge) können über die Brückenfunktion am Tier wieder Ausdruck im Leben der Patienten finden (z.B. bei Trauerreaktionen).
Körperliche Effekte: Der Kontakt (z. B. Streicheln) kann nachweislich zur Reduktion von Stresshormonen und Blutdrucksenkung beitragen und die Ausschüttung von Endorphinen (Glückshormonen) fördern.
Je nach Setting und Therapieziel kommen verschiedene Tierarten zum Einsatz, wobei Hunde besonders häufig im ambulanten wie klinischen Setting für Bindungsarbeit, Mentalisierung und Aktivierung tätig sind.